09.01.2019 18:56 Uhr juedische-allgemeine.de
Wiesenthal-Zentrum fordert Verbot der Schoa-Leugnung

Das Wiesenthal?Zentrum hat die Beh?rden in Kroatien dazu gedr?ngt, Aktionen und Publikationen von Holocaust?Leugnern zu verbieten. »Bem?hungen der kroatischen Ultra?Rechten, die Verbrechen der (faschistischen) Ustascha zu leugnen, m?ssen von der Regierung f?r illegal erkl?rt werden«, teilte der Leiter des Zentrums, Efraim Zuroff, am Mittwoch ?ber Twitter mit.

Zuroff bezog sich auf die in Zagreb geplante Pr?sentation eines neuen Buches von Holocaust?Leugnern ?ber das Ustascha?Konzentrationslager Jasenovac 100 Kilometer s?d?stlich von Zagreb.

In dem Vernichtungslager sind nach inzwischen gesicherten historischen Erkenntnissen mehr als 80.000 Juden, Serben, Roma und antifaschistische Kroaten get?tet worden.

?BERLEBENDE Holocaust?Leugner in Kroatien behaupten hingegen, Jasenovac sei ein reines »Arbeitslager« gewesen, wobei die Opferzahlen nachtr?glich »?bertrieben« worden w?ren. Sie berufen sich auf willk?rlich zusammengetragene Indizien unter Ignorierung der Ergebnisse der zeithistorischen Forschung und der Aussagen von KZ??berlebenden.

Dieser Linie folgt auch das Druckwerk Die Enth?llung der Jasenovac?L?ge, das am 16. Januar in der Zagreber Herz?Jesu?Kirche vorgestellt werden soll. Die Autoren sind nach Informationen der links?liberalen Zagreber Wochenzeitung »Novosti« ein Mathematiker und ein katholischer Priester. In der Herz?Jesu?Kirche war zuletzt eine Messe f?r den Ustascha?F?hrer Ante Pavelic (1889–1959) gelesen worden.

Wie Zuroff am Mittwoch erkl?rte, w?rde das Buch »in Deutschland oder ?sterreich umgehend verboten werden, und zwar zu Recht«. Die als Veranstalter der Pr?sentation auftretende »Gesellschaft zur Erforschung des dreifachen Lagers Jasenovac« sei geschaffen worden, »um die abscheulichen Verbrechen der Ustascha, die beispiellos waren f?r den Balkan, zu vertuschen«.

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